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Cryptosporidium (Schwein/Ferkel)

Cryptosporidien zählen zu den einzelligen Parasiten, zeigen zum Teil geringe Wirtsspezifität und sind hochinfektiös. Die Oozysten stellen die inaktive, infektiöse Dauerform des Parasiten dar. Diese werden mit dem Kot infizierter Tiere ausgeschieden und sind in der Außenwelt sehr widerstandsfähig. Bei mangelnder Stallhygiene stellen sie eine permanente Infektionsquelle und damit einen entscheidenen Pathogenitätsfaktor in einem Durchfallgeschehen dar. Nach oraler Aufnahme der Cryptosporidien-Oozysten werden aus diesen ihre vegetativen, vermehrungsfähigen Formen, die Sporozoiten, frei und vermehren sich in den Darmepithelzellen des Mikrovillisaums. Durch starken Befall der Mikrovilli mit Cryptosporidien kann es zu Resorptionsstörungen kommen.

Verschiedene Cryptosporidien sind für das Schwein pathogen. Monoinfektionen können beim Ferkel zu chronischen asymptomatischen Infektionen mit zum Teil hoher Ausscheidungsrate von Oozysten führen, die jedoch bei Sekundärinfektionen mit weiteren enteropathogenen Erregern, z. B. Rotaviren, eine dramatische Zunahme von klinischen Durchfallsymptomen und des Schweregrades der Erkrankung aufweisen können.

Cryptosporidien sind einzellige Darmparasiten, die sich apikal an die Enterozyten des Dünndarms anheften, ohne in die Zelle einzudringen; Folge sind Mikrovilliverlust, Zottenatrophie und eine verringerte Resorptionsfläche. Beim Schwein dominieren die wirtsadaptierten Arten Cryptosporidium suis und Cryptosporidium scrofarum, während das zoonotisch relevante Cryptosporidium parvum seltener auftritt. Die umweltresistenten Oozysten stellen die infektiöse Dauerform dar und werden mit dem Kot ausgeschieden.

Die Übertragung erfolgt fäkal-oral. Beim Ferkel verlaufen alleinige Infektionen häufig subklinisch oder mild, teils mit hoher Oozysten-Ausscheidung. Klinische Bedeutung erlangen Cryptosporidien vor allem als Faktor im Durchfallkomplex: In Kombination mit weiteren enteropathogenen Erregern, etwa Rotaviren, können Schweregrad und Dauer der Erkrankung deutlich zunehmen. C. parvum besitzt zoonotisches Potenzial und ist bei der Betriebshygiene zu berücksichtigen.
Da eine ätiologische Diagnose klinisch nicht möglich ist, dient der Antigennachweis aus Kot der Einordnung des Erregerspektrums und der Bewertung der Hygienesituation im Bestand.

Die Fassisi® PiDia-Testkassette weist Cryptosporidium parvum gemeinsam mit Rotavirus und Clostridium perfringens im Kot von Jungtieren nach und unterstützt so die Abklärung von Einzel- und Mischinfektionen aus einer Probe.

Quellenangaben auf der Quellen-Seite.