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Escherichia coli K99 (Rind/Kalb)

Bei den E. coli-Keimen handelt es sich weitgehend um physiologische Dickdarmbewohner. Jedoch verfügen einzelne Stämme über sog. Virulenzfaktoren. Diese Stämme können schwere und tödlich verlaufende Durchfallerkrankungen auslösen. Von besonderer Bedeutung ist das Fimbrien- bzw. Adhäsionsantigen K 99 (F 5), welches es E. coli ermöglicht, sich an die Epithelzellen der Darmzotten anzuheften. Die E. coli –Keime produzieren außerdem sogenannte Enterotoxine. Es kommt zur vermehrten Sekretion der Enterozyten und dadurch bedingten Diarrhoe.

Bei einer E. coli-Infektion kann es bei schweren Verläufen sowohl zu einer Septikämie als auch zu einer Toxämie mit entsprechenden Organschädigungen kommen.

Enterotoxische Escherichia coli (ETEC) tragen Fimbrienantigene, von denen beim Kalb F5 (K99) und F41 die größte Rolle spielen. Mit diesen Adhäsinen heften sich die Bakterien an die Dünndarmzotten neugeborener Kälber und besiedeln den Dünndarm. ETEC bilden ein hitzestabiles Enterotoxin (STa), das eine sekretorische, nicht-entzündliche Diarrhoe auslöst.

Die ETEC-bedingte Enteritis betrifft vor allem Kälber in den ersten Lebenstagen. Der Beginn ist häufig perakut mit profuser, wässriger Diarrhoe, rascher Dehydratation und der Gefahr eines hypovolämischen Schocks. Die Übertragung erfolgt fäkal-oral aus kontaminierten Abkalbe- und Aufzuchtbereichen.

Für die Diagnostik ist die Abgrenzung der ETEC-Enteritis von anderen Durchfallursachen entscheidend. Der Antigennachweis von K99 (F5) im Kot adressiert die enterische, fimbrienvermittelte Form der Erkrankung; die septikämische Verlaufsform stellt ein eigenes Krankheitsbild dar und ist über einen Kot-Antigennachweis nicht abgebildet.

Die Fassisi® BoDia-Testfamilie (BoDia, BoDia Plus, BoDia + Gia, BoDia MPX, BoDia Advanced MPX) weist E. coli K99 (F5) im Kot von Kälbern nach, in den Kombinations- und Multiplex-Varianten parallel zu weiteren Durchfallerregern.

Eine Übersicht der verwendeten Quellen finden Sie hier.