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Feline Hyperthyreose / T4 (Katze)

Erreger / Biologie

Die feline Hyperthyreose ist keine Infektionskrankheit, sondern eine endokrine Funktionsstörung der Schilddrüse. Ursächlich ist nahezu immer eine gutartige knotige Veränderung — eine adenomatöse Hyperplasie oder ein Adenom — eines oder beider Schilddrüsenlappen, die zu einer autonomen, überschießenden Produktion der Schilddrüsenhormone Thyroxin (T4) und Triiodthyronin (T3) führt. In etwa 70 % der Fälle sind beide Schilddrüsenlappen betroffen; ein bösartiges Schilddrüsenkarzinom ist bei der Katze selten. T4 ist das überwiegend sezernierte und im Blut zirkulierende Hormon und wird im peripheren Gewebe in das biologisch aktivere T3 umgewandelt.

Übertragung / Epidemiologie

Da es sich um eine nicht übertragbare endokrine Erkrankung handelt, spielt eine Erregerübertragung keine Rolle. Epidemiologisch ist die Hyperthyreose die häufigste hormonelle Erkrankung der älteren Katze; betroffen sind überwiegend Tiere ab einem Alter von etwa sieben Jahren, mit steigender Häufigkeit im höheren Lebensalter. Die genaue Ursache der adenomatösen Veränderung ist bislang nicht abschließend geklärt.

Verlauf & Symptome 

Die klinischen Zeichen spiegeln den gesteigerten Stoffwechsel wider. Typisch sind Gewichtsverlust trotz gesteigerten Appetits, Unruhe und Hyperaktivität, vermehrtes Trinken und Harnabsatz sowie Erbrechen und Durchfall. Häufig finden sich kardiovaskuläre Veränderungen wie eine erhöhte Herzfrequenz, Herzgeräusche und im fortgeschrittenen Verlauf Zeichen einer Herzbelastung. Seltener zeigt sich eine apathische Verlaufsform mit verringertem Appetit und Mattigkeit. Eine erfolgreiche Behandlung kann eine zuvor verdeckte Nierenerkrankung demaskieren, weshalb die Nierenwerte im Verlauf kontrolliert werden.

Diagnostische Relevanz 

Die Diagnose stützt sich auf das Zusammenspiel aus typischer Klinik, tastbarem Schilddrüsenknoten und einer erhöhten Konzentration des Gesamt-T4 im Blut; die T4-Bestimmung ist damit der zentrale Laborparameter. Zu beachten ist, dass ein Teil der hyperthyreoten Katzen — insbesondere in frühen oder milden Stadien — T4-Werte im (oberen) Referenzbereich aufweisen kann; bei passender Klinik und unauffälligem Einzelwert sind daher eine Verlaufskontrolle oder weiterführende Diagnostik sinnvoll. Begleiterkrankungen können den T4-Spiegel beeinflussen.

Schnelltest-Komponente 

Der Fassisi® ThyroControl Cat bestimmt das Schilddrüsenhormon T4 aus Serum oder Plasma und unterstützt die Einordnung einer Schilddrüsenüberfunktion bei der Katze. Er eignet sich als praxisnaher Test bei klinischem Verdacht sowie zur Verlaufsbeurteilung; auffällige Befunde werden im klinischen Gesamtbild bewertet.

Quellenangaben auf der Quellen-Seite.