Tetanus (AK-Titer) (Pferd)
Die Ursache für eine Tetanus-Infektion ist immer eine vorangegangene Verletzung. Die Wunden müssen nicht zwangsläufig offen sein, auch kaum sichtbare Verletzungen sind gefährlich und können eine Infektion auslösen. Verursacht wird die Wundinfektion durch das Bakterium Clostridium tetani. Hierbei gelangen Sporen, in der Regel in Kombination mit Verunreinigungen bzw. Fremdkörpern, unter die Haut und beginnen Toxine zu produzieren.
Der Krankheitsverlauf geht von Krämpfen der quergestreiften Muskulatur bis hin zur Atemlähmung und ist für das Tier sehr qualvoll. Fast immer endet die Erkrankung tödlich. Die einzige wirksame Möglichkeit, eine Tetanus-Infektion zu vermeiden, ist die vorbeugende Schutzimpfung. Durch ein strenges und konsequentes Impfprogramm, bereits ab den ersten Lebensmonaten, kann ein höchstmöglicher Schutz gegen eine Tetanus-Infektion erreicht werden.
Der Fassisi® TetaCheck dient der Kontrolle des Tetanus-Antikörper-Titers in Serum, Plasma und Vollblutproben bei Pferden. Mit Hilfe der Titerkontrolle hat der Veterinärmediziner die Möglichkeit, den vorhandenen Antikörperschutz innerhalb weniger Minuten direkt vor Ort festzustellen und ein effizientes Impfmanagement durchzuführen. Durch diese optimale Eingrenzung des Impfzeitpunktes wird ein individuelles Impfen möglich.
Clostridium tetani ist ein grampositives, anaerobes, sporenbildendes Stäbchenbakterium. Es kommt ubiquitär im Boden sowie im Darmtrakt von Tier und Mensch vor; seine Sporen sind außerordentlich umweltresistent und bleiben über Jahre infektiös. Gelangen Sporen in eine Wunde und finden dort anaerobe Bedingungen vor, wie sie in nekrotischem Gewebe und tiefen Stichwunden herrschen, keimen sie aus und bilden das Neurotoxin Tetanospasmin.
Tetanus ist keine von Tier zu Tier übertragbare Infektion, sondern eine Wundinfektion mit anschließender Toxinwirkung. Pferde gehören zu den empfindlichsten Spezies überhaupt. Die Erkrankung tritt weltweit auf, mit höherer Häufigkeit in wärmeren Regionen und auf kultivierten Böden, in denen der Erreger verbreitet ist.
Das gebildete Tetanospasmin wird an peripheren Nervenendigungen gebunden und gelangt retrograd entlang der Nervenbahnen ins zentrale Nervensystem, wo es die Freisetzung hemmender Neurotransmitter blockiert. Die Folge ist eine ungehemmte Muskelaktivität mit generalisierter Rigidität, anfallsartigen Spasmen und gesteigerter Empfindlichkeit gegenüber Reizen. Charakteristisch beim Pferd sind Kaumuskelkrampf mit erschwerter Futteraufnahme, Vorfall der Nickhaut sowie eine steife, sägebockartige Körperhaltung; im weiteren Verlauf kann es bis zur Atemlähmung kommen. Die Letalität ist hoch, insbesondere bei verzögerter Behandlung.
Die Diagnose wird in der Regel klinisch anhand der typischen Symptomatik und der Anamnese einer vorausgegangenen Verletzung gestellt. Da eine ursächliche Therapie nur begrenzt möglich und die Prognose ernst ist, steht die Prophylaxe im Vordergrund: Tetanus ist durch Impfung sicher vermeidbar. Die Kontrolle des Antikörperstatus erlaubt es, einen vorhandenen Impfschutz zu beurteilen und den Impfzeitpunkt individuell festzulegen.
Der Fassisi® TetaCheck weist Tetanus-Antikörper im Serum, Plasma oder Vollblut des Pferdes nach und unterstützt damit die Beurteilung des Impfschutzes und die Entscheidung über eine Auffrischungsimpfung. Es handelt sich um einen Test des Antikörper- bzw. Impfstatus, nicht um einen Erreger- oder Toxinnachweis und nicht um ein Akutdiagnostikum.
Nachweise: Quellen-Seite.