Canine Distemper / Staupe (Hund)
Das Canine Distemper Virus (CDV) ist ein Morbillivirus, gehört zur Familie der Paramyxoviren und ist der Erreger der Hundestaupe. Eine Ansteckung mit dem CDV erfolgt meistens durch einen direkten Kontakt mit bereits erkrankten Tieren. Das Virus wird über Sekrete sowie Exkremente ausgeschieden und kann mehrere Tage nach dem Ausscheiden noch ansteckend sein. Die Inkubationszeit beträgt 3 – 6 Tage. In der Umwelt ist das Virus aufgrund der UV-Strahlung und der pH-Werte des Bodens nur über einen relativ kurzen Zeitraum aktiv.
Die Symptome betreffen vor allem den Atmungsapparat und den Verdauungstrakt. Anzeichen für eine Infektion mit dem CDV können eitriger Augen- und Nasenausfluss sein, Hautläsionen sowie Husten, Atembeschwerden, Erbrechen und Durchfall. Auch Abmagerung, Krämpfe, Anfälle, Bewegungs- und Sensibilitätsstörungen lassen sich häufig beobachten.
Hundestaupe besitzt nach wie vor eine große klinische Bedeutung unter den Infektionskrankheiten des Hundes. Trotz regelmäßig durchgeführter Schutzimpfungen wurde dennoch europaweit eine Zunahme von Hundestaupefällen beobachtet. Bei Hundestaupeverdachtsfällen steht dem behandelnden Tierarzt mit dem Fassisi® CanDis ein zuverlässiger Erregernachweis in Augen- und Nasenabstrichen zur Verfügung.
Den besten Schutz gegen CDV bietet eine frühzeitige und konsequente Impfung durch den Tierarzt.
Das canine Staupevirus (CDV) ist ein behülltes RNA-Virus aus der Familie Paramyxoviridae (Genus Morbillivirus) und eng mit dem Masernvirus verwandt. Es ist empfindlich gegenüber Lipidlösungsmitteln und gängigen Desinfektionsmitteln, darunter Phenole und quaternäre Ammoniumverbindungen, und in der Umwelt nur über einen kurzen Zeitraum stabil.
Die Übertragung erfolgt überwiegend aerogen über virushaltige Tröpfchen aus Atemwegssekreten. Daneben sind direkter Kontakt mit Augen- und Nasensekret, Urin, Kot und Haut sowie eine indirekte Übertragung über kontaminierte Gegenstände möglich. Subklinisch oder mild infizierte Tiere können das Virus ausscheiden und tragen so zur Erhaltung in der Population bei; das breite Wirtsspektrum mit verschiedenen Wildkaniden und weiteren Fleischfressern erschwert die Epidemiologie. Die Staupe kommt weltweit vor.
Die Staupe ist eine hochansteckende, multisystemische Erkrankung. Typisch sind zunächst Allgemeinsymptome wie Fieber, Mattigkeit und Inappetenz sowie respiratorische Zeichen (Nasenausfluss, Pneumonie) und gastrointestinale Zeichen (Durchfall). Häufig folgen neurologische Störungen wie Muskelzucken und Krampfanfälle, die zeitlich verzögert auftreten können. Bei einem Teil der Tiere treten Verhornungsstörungen an Pfotenballen und Nasenspiegel auf (Hard-Pad-Disease). Während sich respiratorische und gastrointestinale Symptome bei überlebenden Tieren in der Regel zurückbilden, ist die neurologische Prognose unsicher.
Da sich die klinischen Zeichen mit anderen Infektionskrankheiten überschneiden, ist die Staupe allein anhand des klinischen Bildes nicht sicher zu diagnostizieren. Die Diagnose stützt sich auf das charakteristische Bild beim empfänglichen Hund in Verbindung mit einem spezifischen Erregernachweis oder dem Nachweis einer Immunantwort; je nach Fragestellung kommen Antigennachweis, RT-PCR und Antikörperassays zum Einsatz.
Der Fassisi® CanDis weist Staupevirus-Antigen direkt im Probenmaterial nach, laut Produktangaben aus Konjunktiven- bzw. Tonsillenabstrich, ergänzend aus Urin oder Serum, und steht im Verdachtsfall als patientennaher Erregernachweis zur Verfügung. Ein positiver Befund ist im klinischen Zusammenhang zu bewerten.
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